Sibylle Fischer

Opern- und Konzertsängerin


Sibylle Fischer erhielt ihre Gesangsausbildung an den Hochschulen für Musik und Theater Hannover und Hamburg. Sie schloss ihr Studium in Hamburg in den Fächern Lied und Oratorium sowie Oper (mit Auszeichnung) ab. Meisterkurse bei Norman Shetler, Victoria de los Angeles,  Harry Kupfer, Kurt Widmer und Klesie Kelly folgten. Sie war Stipendiatin der Accademia Chigiana di Siena (1997), Preisträgerin des Meistersängerwettbewerbs Nürnberg (1997) und des Wettbewerbs der Elise–Meyer–Stiftung (1998).
 
Von 2000 bis 2004  war die Sängerin Ensemblemitglied des Theater Aachen. Dort sang sie Partien wie „Prinz Orlofsky“, „Cherubino“, „Dorabella“, „Hänsel“, die Titelpartie in Händels Xerxes und schließlich als Sopran „Marie“ in A. Bergs Wozzeck  sowie Uraufführungen von K. Lang (Die Perser) und H. Oehring (Wozzeck – kehrt zurück). Darüber hinaus gastierte sie an verschiedenen deutschen Bühnen (Kiel, Weimar, Heilbronn, Magdeburg, Flensburg). 2006 sang sie „Fiordiligi“ in Mozarts Cosi fan tutte bei der Kammeroper Frankfurt.
 
Von der Berliner Opernkompanie Novoflot wurde sie für die dreiteilige Opernsaga Kommander Kobayashi engagiert, die in den Jahren 2005–2007 Kurzopern diverser bedeutender zeitgenössischer KomponistInnen wie H. Oehring, M. Eggert, A. Gryka und K. Lang zur Uraufführung brachte. Mit diesen Produktionen gastierte die Sängerin an der Hamburgischen Staatsoper, den Sophiensaelen in Berlin, dem Teatr Wielki in Warschau, dem Theatre National du Luxembourg sowie dem Trafo in Budapest. Mit dem Ensemble Avantgarde und Deutschland Radio Kultur gestaltete sie im Juni 2006 im Gewandhaus zu Leipzig einen Kammermusikabend mit Werken von H. Eisler, im selben Jahr sang sie in Leipzig Hölderlinvertonungen von W. Rihm, G. Ligeti und H. Eisler. Dieses Konzert wurde von MDR-Figaro gesendet. Sie war bei diversen Festivals zu Gast, u.a. bei Ultraschall 2005, Opernfestival Engadin 2005, MDR-Musiksommer 2006, Warschauer Herbst 2006, Maerz-Musik 2007 mit dem RSO Berlin und den Wernigeröder Schlossfestspielen 2009.
 
Im Juni 2010 interpretierte sie zusammen mit dem Jakobsplatzorchester in München die Orchesterlieder op. 8 von Arnold Schönberg. Im Rahmen der Sail 2010 in Bremerhaven gestaltete sie den Orchsterliederzyklus Sea Pictures von E. Elgar,  im Herbst 2010  Rückert-Lieder von G. Mahler mit der Kammer-Sinfonie Bremen. Im Dezember 2010 war sie in der Hörspielproduktion des WDR more or less untitled. mit dem ohr an bildern von cindy sherman als Sängerin zu hören. Im Dezember 2011 Jahres gestaltete sie in der Oper Kein Ort. Nirgends von Anno Schreier in einer Produktion der Young Opera Company in Freiburg/Breisgau die Partie der „Karoline von Günderrode“. Für den August 2012 ist eine CD– Produktion mit Liedern von E. W. Korngold bei dem Label „Naxos“ geplant. Nächste Projekte sind im Herbst 2012 die Sopranpartie im War-Requiem von B. Britten, im Mai 2013 die Partie der „Gutrune“ in der Götterdämmerung von R. Wagner in Leipzig sowie im September 2013  die „Conception“ in „L’ heure espagnole“ von M. Ravel in Freiburg/Breisgau.